Himmel über dem Marienfeld

Übersicht über das 5. Vermögensbildungsgesetz

Das 5. Vermögensbildungsgesetz ist die aktuelle gültige Rechtsgrundlage, auf Grund welcher die Bundesrepublik Deutschland die Vermögensbildung von Arbeitnehmern subventioniert. Vermögensbildungsgesetz
Ursprünglich wurde das Vermögensbildungsgesetz 1961 von Ludwig Erhard entwickelt, um die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg ihrer Arbeitgeber zu beteiligen. Erstmals konnte jeder Arbeitgeber für seine Mitarbeiter jährlich maximal 312 DM steuer- und abgabenfrei in Kapitallebensversicherungen oder Bausparverträgen anlegen. Das Zweite Vermögensbildungsgesetz 1965 erlaubte nun auch tarifvertragliche Vereinbarungen über vermögenswirksame Leistungen, wodurch „VL“ zum festen Verhandlungstatbestand in Tarif- und Lohnverhandlungen wurde.
Das Vermögensbildungsgesetz hat sich fortgesetzt weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der jeweiligen Gesellschaft angepasst. 1970 stieg der jährliche steuerliche Freibetrag auf 624 DM. Im Jahre 1983 wurde im Rahmen des Vierten Vermögensbildungsgesetzes zusätzlich das 1. Vermögensbeteiligungsgesetz verabschiedet.  In den Folgejahren wurden mehrmals die Höhe der staatlichen Prämie (Arbeitnehmersparzulage), die Palette der förderfähigen Anlageprodukte und die Einkommensgrenze für förderberechtigte Arbeitnehmer verändert. Seit 2002 liegt der Freibetrag bei 480 Euro im Jahr. Weitere Informationen kann man auf http://www.finanzberatung-versicherungsvergleiche.de/ erhalten.

Die gesellschaftspolitische Bedeutung des Vermögensbildungsgesetzes liegt im wesentlichen darin, die eher schwächeren Einkommensschichten bei dem Aufbau von Vermögenswerten zu unterstützen. So richtet sich diese Form der staatlichen Förderung ausschließlich an Arbeitnehmer, deren Einkünfte auch nichtselbständiger Arbeit festgelegte Höchstgrenzen nicht überschreiten. Ein Arbeitnehmer darf pro Jahr als Alleinstehender nicht mehr als 20.000 EUR und als Verheirateter bei einer Zusammenveranlagung der Ehegatten nicht mehr als 40.000 EUR verdienen. Über die aktuellen Entwicklungen bei den vermögenswirksamen Leistungen kann man sich auf der Webseite vermoegenswirksame-leistungen.eu ausführlich informieren.

Die möglichen Geldanlageformen

Hinsichtlich der Geldanlageformen umfasst das 5. Vermögensbildungsgesetz Bausparverträge, Darlehenstilgungen bei selbst genutzten Immobilien, bestimmte Lebensversicherungen, bestimmte Investmentfonds, bestimmte Banksparpläne und Geschäftsguthaben an eingetragenen Genossenschaften (eG). Für die staatliche Förderung der Vermögensbildung ist somit die Sicherheit der Anlageform und eine entsprechende Langfristigkeit der entsprechenden Anlage ein herausragendes Kriterium. So müssen auch in Sparplänen die Gelder in der Regel 6 Jahre einbezahlt werden und ein weiteres Jahr ruhen, bevor der Arbeitnehmer dann über die Gesamtsumme verfügen kann.

Die Arbeitnehmersparzulage gehört weder zu den Einkünften im Sinne des Einkommensteuergesetzes noch zum Einkommen im Sinne der Sozialversicherung und des Dritten Buches Sozialgesetzbuch; sie ist arbeitsrechtlich kein Lohnbestandteil. Somit muss auf diese Förderung keine Steuer und kein Anteil zur Sozialversicherung gezahlt werden. Nichtsdestotrotz gebietet die formelle Ausgestaltung der Verträge, dass in aller Regel die vermögenswirksamen Leistungen direkt vom Arbeitgeber in den jeweiligen Vertrag einbezahlt werden. Die Verwaltung der Arbeitnehmersparzulage wird dann durch die Finanzämter durchgeführt. Sie setzen in die Arbeitnehmersparzulage im Rahmen der Überprüfung des zu versteuernden Einkommens fest.

 

Quellenangaben:
http://www.vermoegenswirksame-leistungen.eu
http://www.kapitallebensversicherungen.eu