Himmel über dem Marienfeld

Was man über die private und gesetzliche Pflegeversicherung wissen sollte

Die demographische Entwicklung in Deutschland zeigt an, dass die Gesellschaft überaltert. Somit steigt auch regelmäßig die Zahl der pflegebedürftigen Personen. Aus diesem Grund wurde 1995 im wesentlichen auf Betreiben des damaligen Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung Norbert Blüm die gesetzliche Pflegeversicherung als Pflichtversicherung im Sozialversicherungssystem eingeführt.

Neben der privaten Pflegeversicherung gibt es laut krankenversicherung-private.net noch die gesetzliche Pflegeversicherung und die Pflegezusatzversicherung. Die beiden letzteren Versicherungen sind freiwilliger Natur und sollen jene Leistungen und Risiken abdecken, welche üblicherweise nicht von der gesetzlichen Pflegeversicherung erfasst werden.

In die gesetzliche Pflegeversicherung zahlen alle Personen ein, welche auch in einer Krankenversicherung pflichtversichert sind. Der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung beträgt zur Zeit 1,7% des Bruttogehalts. Hierbei sind die Pflichtversicherten automatisch bei der Pflegekasse versichert, welche ihrer gesetzlichen Krankenversicherung zugeordnet ist. Studenten und Rentner sind in der Pflegekasse automatisch versichert und Ehepartner und Kinder ohne eigene Einkünfte sind gemäß der Regeln der Krankenversicherung des Hauptverdieners mitversichert.

Wann man Pflegeleistungen erhält

Ob eine Person Leistungen aus der Pflegeversicherung erhält, entscheidet ein Mitarbeiter des medizinischen Diensts. Dieser Mitarbeiter besucht die pflegebedürftige Person und nimmt auch die Einsordnung in die Pflegestufen  vor.
Je nach Grad der Bedürftigkeit wird der Pflegebedürftige in die Kategorie „erhebliche Pflegebedürftigkeit“, „Schwerepflegebedürftig“ oder „Schwerstpflegebedürftig“ eingeteilt. Die Höhe der Leistungen aus der Pflegekasse sind hierbei von dieser Einteilung abhängig. Eine weitere Voraussetzung zum Bezug aus Leistungen aus der Pflegeversicherung ist, dass die Pflegebedürftigkeit mindestens 6 Monate besteht.

Die staatlichen Stelle versichern, dass der häuslichen Pflege in den eigenen vier Wänden der Vorzug gegenüber stationären Aufenthalten in Kliniken oder Heimen zu geben ist. Für die häusliche Pflege werden entsprechend im Falle einer Bedürftigkeit und auch gestaffelt nach dem Grad der Bedürftigkeit monatlich Pflegesachleistungen und Pflegegeld gezahlt. Wenn die Pflege länger als 12 Monate andauert, wird auch eine Urlaubs- und Verhinderungspflege für bis zu 4 Wochen im Jahr gezahlt, damit die pflegende Person sich ausruhen und erholen kann.
Nach Angaben von finanzberatung-versicherungsvergleiche.de können als zusätzliche Leistungen technische Hilfsmittel wie ein Gehwagen oder ein Pflegebett oder aber auch Zuschüsse zum pflegegerechten Umbau der Wohnung gezahlt werden. Mit den Leistungen aus der Pflegeversicherung sollen mobile Pflegedienste, aber auch die Unterstützung von Angehörigen oder Nachbarn bezahlt werden, sofern die pflegenden Angehörigen oder Nachbarn mindestens 14 Stunden pro Woche nicht erwerbsmäßig den Bedürftigen in seiner heimischen Umgebung betreut. In diesem Fall trägt die gesetzliche Pflegeversicherung auch Beiträge zur Renten- und Unfallversicherung des Pflegenden.

 

Quellenangaben:
http://www.finanzberatung-versicherungsvergleiche.de/versicherungsvergleich/unfallversicherungen.htm
http://www.krankenversicherung-private.net/renten/pflegezusatzversicherung.htm